Geschichte

initial im Jahre 1995 begann die Familie Holzmann mit der Bewirtschaftung des "Deutschen Hofs".
Aber nicht nur das erste Jubiläum 2005 erfreute sich regen Besuches - unser Gastbetrieb ist regelmäßiger Treffpunkt von Vereinen, Kegelclubs, Stammtischen und Genießern unserer Küche. Hinzu kommen private Feiern, für welche unser Nebenzimmer zur Verfügung steht.

Der Grund hierfür mag wohl auch an einer langen Geschichte und Tradition liegen! Auf diese möchten wir hier für Interessierte zurück blicken.

initial unsere Räumlichkeiten in der Heidelberger Strasse 34 haben ihren Ursprung weit in der Vergangenheit zurück. Bei der Gründung der Stadt Schriesheim durch Conrad I. von Strahlenberg im Jahre 1250, markierte der heutige Ort genau die Stadtgrenze. Um allerdings einen Stadtgraben errichten zu können, wurden Südturm und -tor etwa 40 Meter weiter nördlich errichtet.

Durch den regen Zuwachs und Erweiterungen der Stadt, breitete sich Schriesheim stetig weiter über seine ursprünglichen Grenzen hinaus aus. Rund um die Stadtmauern entstanden neue Handwerks- betriebe und Häuser.

So stand bis ins Jahr 1835 an der Stelle des "Deutschen Hofes" ein kleines Häuschen des Schriesheimer Maurers Johannes Lauer (1724-1774). Durch den Ausbau der "Riedinger'schen Wirtschaft" zu einem Brauerei- und Essigsiederei-Komplex, wurde das Lauer'sche Häuschen von Franz Diemer abgerissen.

dh seite kleinSeitenansicht der Diemerschen Wirtschaft - Brauerei - Essigsiederei
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Bereits 1826 stellte Diemer bei der Stadt einen Antrag zum Weinausschank, welcher jedoch abgelehnt wurde. Acht Jahre später jedoch eröffnete er eine Straußwirtschaft, welche dann 1838 um einen "Tanzsaal" im 2.Stock erweitert wurde.

dh 1851 kleinGrundriss des "Deutschen Hofes" im Januar 1851
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Unter den Erben Diemers wurde der Komplex aufgespalten. Essigfabrik und Mälzerei gingen an Peter Kling über - die Firma Kling-Malz ist auch heute noch als größte Mälzerei im Südwesten Deutschlands in Schriesheim ansässig.
Brauerei, Restaurant und Tanzlokal gingen 1871 jedoch an Diemers Schwiegersohn Heinrich Spieß über, in dessen Familienbesitz es bis ins Jahr 1919 blieb.

dh 1905 klein

Der "Deutschen Hof" um das Jahr 1905

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1920 wurde der "Deutsche Hof" unter dem damaligen Bürgermeister Georg Rufer von der Stadt Schriesheim aufgekauft. Die aus dem 1.Weltkrieg heimkehrenden Soldaten liessen den Bedarf an Wohnraum drastisch steigen, worauf der Bürgermeister im "Deutschen Hof" sieben Wohnungen einrichten ließ. Der Kaufpreis betrug incl. Inventar 150.000 (damalige) Mark.

Doch bereits acht Jahre spielte die Stadt mit dem Gedanken, das Gebäude wieder verkaufen. Im folgenden Jahr 1929 wurde es für 35.000 Reichsmark an den Sattlermeister Adam Schroth verkauft.

Ab 1931 betrieb er außerdem ein Lichtspielhaus, welches 1948 an die Gebrüder Sandel verpachtete wurde. Diese betrieben es mit 150 Sitzplätzen als "Astoria Lichtspiele" weiter. An 7 Tagen die Woche wurden insgesamt 10 Filme gezeigt.

1950 wurde ein Teil des Gebäudes in ein Schlachthaus mit Metzgerei umgebaut.

Im Jahre 1977 wurde die Gaststätte von Hans Wehweck erworben und gehört seitdem zum Weingut Wehweck.

Das Weingut Wehweck war und ist stets bemüht, den traditionsreichen Charme der Wirtschaft "Deutscher Hof" in altbewährter Art und Weise zu bewahren. Gerade diese Art des Gastronomiebetriebs ist, im Gegensatz heute überwiegend vorzufindenen (fast schon sterilen) Gastronomie, leider fast schon ausgestorben.

Der "Deutsche Hof" ist und bleibt ein Ort der Begegnung und der Kommunikation!

Einen angenehmen Aufenthalt wünschen Ihnen
Familie Holzmann und das Weingut Wehweck